Was bedeutet Menschlichkeit?

1. Mai · Psyche, Psychotherapie, Spiritualität · Claudia Mächtle

Es gibt Zeiten, da macht es Sinn zu schweigen. Im Moment ist eine solche Zeit. Veränderungen geschehen auf vielen Ebenen des menschlichen und irdischen Seins. Es ist mitunter schwierig, die Differenzierungen und die verschiedenen Ebenen für sich zu erkennen. Und wenn man meint zu verstehen, kann es auch ein falsches Verstehen sein.

So kamen mir die Zeilen in den Sinn, die ich von meinem Deutschunterricht in Erinnerung habe. „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“. Sie stammen von einem Gedicht Johann Wolfgang von Goethes. Das Gedicht heißt: Das Göttliche.

Was passt besser in diese Zeit, als sich einmal mit dem Thema Menschlichkeit auseinanderzusetzen. Es ist aktuell wie eh und je.

Darum habe ich entschieden, diesen Blog-Artikel der Menschlichkeit zu widmen. Ohne viel drumherum lasse ich einfach Johann Wolfgang von Goethe durch diese Zeilen „sprechen“.

Das Göttliche

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheide ihn von allen Wesen, die wir kennen.

Heil den unbekannten höhern Wesen, die wir ahnen! Ihnen gleiche der Mensch! Sein Beispiel lehr’ uns Jene glauben.

Denn unfühlend ist die Natur: Es leuchtet die Sonne über Bös’ und Gute, und dem Verbrecher glänzen wie dem Besten der Mond und die Sterne.

Wind und Ströme, Donner und Hagel rauschen ihren Weg und ergreifen vorübereilend einen um den andern.

Auch so das Glück tappt unter die Menge, faßt bald des Knaben lockige Unschuld, bald auch den kahlen schuldigen Scheitel.

Nach ewigen, ehernen, großen Gesetzen müssen wir alle unseres Daseins Kreise vollenden.

Nur allein der Mensch vermag das Unmögliche: Er unterscheidet, wählet und richtet; er kann dem Augenblick Dauer verleihen.

Er allein darf den Guten lohnen, den Bösen strafen, heilen und retten, alles Irrende, Schweifende nützlich verbinden.

Und wir verehren die Unsterblichen, als wären sie Menschen, täten im Großen, was der Beste im Kleinen tut oder möchte.

Der edle Mensch sei hilfreich und gut! Unermüdlich schaff’ er das Nützliche, Rechte, sei uns ein Vorbild jener geahneten Wesen!

Johann Wolfgang von Goethe

Mögen auch Sie über die Tiefe der Zeilen nachdenken.

Wichtig ist, in dieser Zeit bei sich zu bleiben

Was bedeutet das?

Reduzieren Sie den Konsum von Nachrichten, egal über welches Medium.

Achten Sie auf Ihren klaren, reinen Geist. Nähren Sie ihn mit guten Inhalten.

Erfreuen Sie sich an der Natur, den Tieren und Pflanzen.

Beschäftigen Sie sich meditativ, was bedeutet: Gehen Sie spazieren, pflanzen Sie Blumen oder Kräuter und pflegen Sie diese.

Schlafen Sie ausreichend. Gut sind 7–9 Stunden am Tag, am besten in der Zeit von 22:00 bis 6:00 Uhr.

Umgeben Sie sich mit wohlmeinenden Freunden.

Seien Sie dankbar für das Gute in Ihrem Leben.

Nehmen Sie die Ärgernisse so gut, wie es geht, an.

Es ist, wie es ist.

Herzlichst

Ihre Claudia Mächtle