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Umgang mit Erschöpfungen

Umgang mit Erschöpfungen

Wenn wir die letzten Wochen Revue passieren, werden viele Menschen bemerken, dass die Corona-Zeit Spuren bei uns hinterlassen hat.

Homeoffice hat viele Eltern vor enorme Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig musste das Arbeiten, die Kinderbetreuung, der Unterricht für die eigenen Kinder organisiert und durchgeführt werden. Viele Menschen mussten die Betreuung und Versorgung der eigenen Eltern organisieren und parallel waren die Eltern auf Distanz zu halten.
Social Distancing macht etwas mit uns. Was genau die Auswirkungen sein werden, wird sich über die Zeit darstellen. Es ist jedoch für viele Menschen eine große Herausforderung

Gefühlt scheint eine halbe Jahreszeit übersprungen zu sein.
Der schnelle Alltag setzt sich fort. Sie fragen sich vielleicht, wo die Zeit geblieben ist. Vielleicht verspüren Sie ein Gefühl von Müdigkeit, die auch nach dem Nachtschlaf nicht ganz verschwunden ist. Oder Sie fühlen sich antriebslos, haben keine Lust, sich mit Freunden zu treffen oder Sport zu machen. Am allerliebsten sind Sie nur zu Hause und haben dort Ihre Ruhe.

Innehalten

Spüren Sie einmal in sich hinein und stellen sich innerlich die Frage, was spüre ich in mir?
Wo spüre ich was? Wenn ich dem Gefühl eine Farbe geben würde, welche Farbe hat das Gefühl jetzt in mir? Welche Form und welche Größe hat das Gefühl in mir? Wie schwer fühlt sich das Gefühl an?

Wenn Sie also merken, dass Sie sich erschöpft fühlen, kraftlos und das unbedingte Bedürfnis nach Ruhe haben, ist es Zeit, sich genau jetzt um diese Erschöpfung zu kümmern.

Eine kleine Bestandsaufnahme

Schreiben Sie einmal alle Dinge auf, mit denen Sie sich derzeit herumschlagen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Aufschreiben der Probleme bei sich bleiben, z.B. ich habe Stress mit meinen Chef ist eher ungünstig aufzuschreiben. Besser ist zu schreiben, ich bin frustriert über den Druck, den mein Chef auf mich ausübt. Diese Punkte schreiben Sie auf die rechte Seite das Blattes.
Auf die linke Seite schreiben Sie danach alle Ihre Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Zwänge, Körperempfindungen, Gewohnheiten, Verhaltensweisen auf, die Ihnen zusetzen oder in Kombination mit äußeren Ereignissen stehen.
Schreiben Sie einfach frei los, ohne zu groß darüber nachzudenken. Schreiben Sie einfach die Dinge nieder, die Sie plagen und Ihnen Schmerz bereiten.
Wenn Sie fertig sind, denken Sie darüber nach, wie lange diese aufgeschriebenen Punkte schon Probleme für Sie sind. Und auch dies schreiben Sie dazu.
Zum Schluß ordnen Sie diese Liste Ihrer persönlichen Bestandsaufnahme.


Eine kleine Meditationsübung

Ziehen Sie sich in eine ruhige Ecke zurück. Ich möchte Sie mit einer kleinen Meditation in einen entspannten, inneren Zustand führen. (Hier wechsle ich von Sie auf Du.)
Mache es Dir gemütlich, Du kannst Dich hinlegen oder hinsetzen. Atme tief ein und halte den Atem für einen Augenblick an, um ihm alles Gute zu entnehmen. Lasse beim Ausatmen alle Unreinheiten mit hinaus fließen. Atme wieder tief ein und entspanne deinen Körper beim Ausatmen; lasse die Schultern sinken und alles Negative durch Dein Wurzelchakra, Deine Fußsohlen hinausströmen. Entspanne Dich! Wiederhole diesen Vorgang. Lass Dir Zeit. Atme die positive Luft ein und atme völlig entspannt alles Unnötige aus. Lasse nun Deine Aufmerksamkeit zeitlich weit zurück wandern.

Gehe zurück durch die Zeit, als Du warm und geborgen im Mutterschoß ruhtest. Und nun möchte ich, dass Du Zeit und Ereignisse und Menschen von diesem Augenblick bis ungefähr zu Deinem fünften Lebensjahr in ein Paket schnürst, das Du heilen willst. Du musst Dich nicht an Einzelheiten erinnern, wenn Du nicht möchtest.
Hülle Dein Kind-Selbst jeder Tage sorgfältig in Liebe ein, indem Du es zärtlich, fest mit heilender Liebe im Licht hält.

Nimm Dir Zeit.

Sei gütig zu Dir selbst, wenn Du Dein Kind-Selbst liebevoll und sanft in Deinem Herzen birgst. Nimm Dir Zeit. Sende einen Lichtstrahl in die Zeit, zu den Ereignissen, Orten und Menschen jener fünf ersten Lebensjahre. Lasse einen Strahl hellen weißen Lichtes sie umfließen und in sie hinein strömen, besonders aber in Dich selbst. Lasse die Vergangenheit heilen und löse Dich von ihr. Lasse los. Was damals geschah, ist vorbei. Es ist abgeschlossen. Du kannst Dich entscheiden, loszulassen. Du hast es überlebt. Sei frei davon. Sei geheilt.

Lasse das Licht über den gesamten Zeitraum zwischen Deiner Empfängnis und Deinem fünften Lebensjahr und dessen Ereignissen strahlen. Es soll alles und jeden einhüllen. Löse Dich davon. Lasse los. Bade Dich in Licht. Sei frei.
Und nun erhebe Dich zu einer höheren geistigen Ebene und erkenne, dass die Menschen, die Dich damals verletzten, ihren eigenen Schmerz und ihre eigene Entwicklung durchlebten. Sie verhielten sich in dieser Weise, da sie selbst mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Sende einen Lichtstrahl aus und vergibt ihnen. Vergib ihnen und lasse los, damit Du nicht länger an etwas in dieser Zeit festhalten musst, dass Dich daran hindert, weiter zu schreiten und Dein Potential zu erfüllen. Sende ihnen Vergebung. Sende ihnen Licht. Setze sie frei. Befreie Dich selbst. Lasse sie gehen, lasse sie ins Licht gehen.

Nächster Schritt

Erhebe Dich nun auf eine noch höhere geistige Ebene und erkenne, dass Du ohne diese Menschen, diese Ereignisse und den Schmerz der damaligen Zeit nicht das zu lernen imstande gewesen wärest, was Du Dir selbst für dieses Leben vorgenommen hast.
Erkenne, dass die Menschen, die an Deinem Fortschritt teilnahmen, eine wesentliche Rolle in Deiner gesamten Lebensreise spielten. Aus höchster geistiger Sicht sende Ihnen Liebe und Dankbarkeit und befreie sie von der Bürde der Schuld.

Fühle Dich gereinigt und erfreue Dich an der Heilung. Lasse dieses Gefühl der Freiheit, das Du zum ersten Mal verspürst, Dich durchrieseln. Lasse einen Lichtstrahl durch Deinen Scheitel dringen und Dich sanft durchfluten, während Du Deinen inneren Frieden auskostet. Nimm Dir Zeit … genieße.

Nimm Dir Zeit … genieße.

Wenn Du bereit bist, gehe nun mit Deiner Aufmerksamkeit zu Deinem Herzen und spüre hinein. Wie fühlt sich der Raum in Deinem Herzen an? Wie groß ist dieser Raum? Wie offen ist Dein Herz? Und bleibe mit Deiner Aufmerksamkeit dabei.

Und nun frage die Weisheit Deines Herzens, welchen Hinweis sie Dir geben möchte, was Du machen kannst, dass sich Deine Erschöpfung lindert. Und bleibe weiter beim spüren. Vielleicht ist es nur ein Gedanke der sich jetzt auftut. Nimm ihn und spüre weiter. Die Weisheit Deines Herzens weiß, was Dir jetzt gut tut.
Nun nimm drei tiefe, entspannende Atemzüge und konzentriere Dich auf Deinen Augen, um Dir allmählich Deine Umgebung bewusst zu machen; lege Deine Arme um Deinen Körper und öffne langsam die Augen.

Trinke etwas Wasser und schreibe Dir die Informationen auf.
(Meditation angelehnt an eine Meditation von Dr. Brenda Davies https://www.brendadavies.com)

Weitere mögliche Schritte

Es gibt eine Fülle an Optionen und Möglichkeiten, Erschöpfungen zu bearbeiten.
Sie können sich Ihr Zeitmanagement ansehen und mit dem Radiergummi, Termine rausstreichen und Verabredungen absagen.
Sie haben die Möglichkeit Ihr Schlafverhalten zu beobachten. Eine weitere Option besteht darin Ihre Ernährung und Trinkgewohnheiten zu überprüfen. Oft rutschen wir in Stresssituationen in schlechte Essgewohnheiten.

Beobachten Sie Ihre Atmung. Ist sie schnell und kurzatmig, weil Sie gestresst sind?
Primär möchte ich hier in diesem Artikel auf die Achtsamkeit eingehen.
Es ist nützlich immer wieder die eigene Aufmerksamkeit vollständig auf die vielen Augenblicke des eigenen Lebens zu lenken, voll und ganz, ohne Abwehr, nicht bewertend, entschmolzen und akzeptierend.
Ich möchte eine kleine Übung – für den Beginn der Übung von Achtsamkeit – vorstellen. (Bewusstes Wechseln vom Sie zum Du in der Anleitung der Übung.)

Achtsamkeit-Übung: Tee trinken

  1. Koche Wasser
  2. Nimm einen Teebeutel oder Teesieb mit Tee. Hänge diesen in ein Glas.
  3. Lass den Tee ziehen.

Deine Aufgabe:
Beobachte, wie sich das Wasser verfärbt, während der Tee zieht. Je nachdem, ob Du erst das Wasser in ein Glas gegossen hast und dann den Teebeutel hineingelegt hast oder erst der Teebeutel im Glas war und Du dann das Wasser in das Glas gegossen hast, verfärbt sich der Tee unterschiedlich. Beobachte die Farben. Lasse den Tee ziehen. Nimm den Teebeutel oder das Sieb raus. Beobachte die Farbe des Tees erneut. Hat sich was verändert?
Lege nun die Hände um das Teeglas. Hast Du den Tee jemals so wahrgenommen? Wie fühlt sich das an für Dich? Ist der Tee noch sehr heiß? Schätze einmal die Temperatur.
Setze nun die Lippen an das Glas. Spüre wie der Dampf aus dem Glas über Dein Gesicht streicht. Blase in das Glas, wie Du es als Kind gemacht hast. Rieche den Tee. Mache einen tiefen Atemzug.
Nimm einen kleinen Schluck vom Tee. Ist er noch zu heiß? Oder kannst Du ihn schon in kleinen Schlucken trinken? Wie schmeckt Dein Tee? Was ist das für ein Geschmack?
Versuche deine Wahrnehmungen zu beschreiben, aber bewerte sie nicht. Schreibe sie auf.

Hinweis
Üben Sie diese Teezeremonie regelmäßig und beginnen Sie nun auch langsam andere Dinge in Ihrem Leben mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auszuführen.

Buchempfehlung:
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von Jon Kabat-Zinn (Autor), Lienhard Valentin (Autor)