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Angst essen Seele auf

Angst – Bewegung und Meditation gibt Kraft

Angst essen Seele auf

Der Titel „Angst essen Seele auf“ entstammt einem Kinofilm des letzten Jahrhunderts.
Was ist bezeichnender für das Wesen der Angst? Auf Dauer reduzieren Angstzustände die Persönlichkeit.
Im Laufe meiner therapeutischen Arbeit als auch in der Arbeit in Gruppen in Unternehmen hatte ich es mit den verschiedensten Arten von Angst zu tun. In der Komprimierung ähnelt sich die Angst.
Wahrscheinlich ist, dass Frauen eher über Ängste sprechen als Männer. Ich bin jedoch überzeugt, dass die Ängste bei Männer ähnlich gelagert sind. Sie haben möglicherweise nicht gelernt, darüber zu sprechen.

Entwicklungsgeschichtliche Betrachtung

Machen wir einen kurzen Exkurs in die Vergangenheit.

Die Aufgaben des Mannes


Zur Zeit der Jäger und Sammler waren die Aufgabe der Geschlechter deutlich verteilt. Bekannt ist, dass zu den Aufgaben des Mannes gehörte, Nachkommen zu zeugen und die Familie durch die Jagt mit Nahrung zu versorgen. Darüber hinaus durch Kriege die Jagdgründe zu erweitern bzw. die Familie zu schützen.
Konnte der Mann aus irgendwelchen Gründen, die Aufgaben nicht erfüllen, galt er als Versager des Stammes und wurde geächtet.
Wenn er verletzt oder gar getötet wurde, war seine Familie schutzlos und vom Wohlwollen anderer abhängig.

Die Aufgaben der Frau


Im Gegensatz dazu standen die Aufgaben der Frau. Sie musste Nachkommen gebären, sie aufziehen, die Nahrung zubereiten, Heim und Feuer hüten, sich um alte und kranke Stammesmitglieder kümmern. Dafür bekam sie Nahrung und Schutz durch den Mann. Sie war also ganz klar in seiner Abhängigkeit.
Das Wichtigste im Leben einer Frau bestand darin, einen Mann zu finden, der ihr diese Versorgung gewährte. Je attraktiver sie war, um so besser gelang ihr das. Wurde sie älter, unattraktiv sozusagen „unbrauchbar“, also konnte sie keine Kinder mehr gebären oder wurde sie krank, so war sie für den Mann nicht mehr nützlich und somit abhängig von seiner Akzeptanz.

Jetzt-Zeit

Vieles von unserem Verhalten haben wir in diese Zeit hinüber gerettet. Dazu zählen auch – ein wenig maskiert – die menschlichen Urängste.
Geht man also in Tiefe der Probleme bei Frauen und Männern und schaut sich die Ängste einmal genauer an, kann man sie mit ein wenig Hintergrundarbeit auf entwicklungsgeschichtliche Urängste zurückführen.

Häufig geäußerte Ängste

Diese Ängste haben eine tiefe Verankerung im Bewusstsein der Menschen mit entsprechenden Konsequenzen im jeweiligen Leben.

Am Beispiel der Ängste der Frau:

Krankheiten – Nutzlosigkeit – Verstoßung – Versorgungsmangel – Verhungern – führt zum Tod
Alter und Unattraktivität – Partnerlosigkeit – Verstoßung – Versorgungsmangel – Verhungern – führt zum Tod

Am Beispiel der Ängste des Mannes:

Verlust des Arbeitsplatzes – Mangel – Verlust der Familie – Ansehensverlust – Isolation – Einkommensverlust – Abhängigkeit – Ansehensverlust – führt zum Seelentod


Krankheiten – Unfähigkeit – Versorgungsmangel – Verhungern – Einkommensverlust – Mangel – Verlust der Familie – Ansehensverlust – führt zum Seelentod
Das ist natürlich eine sehr vereinfachte Darstellung des Fazits von vielen Sitzungen.

Tod und Seelentod

Die Begriffe Tod und Seelentod sind dem anthroposophischen System Mercurius – Sulfur – Sal angelehnt.
Hier entspricht der Tod dem Sal-Prinzip, der körperlichen Ebene, Seelentod dem Mercurius-Prinzip, der geistigen Ebene.
Sulfur ist die ewige Seele, das Unveränderliche, während Sal und Mercurius veränderliche Komponenten darstellen.
Oft ist es sehr unterstützend für Betroffene, wenn wir gemeinsam auf die Urproblematik ihrer Ängste zurückgehen.
Dann wird natürlich klar, dass heute niemand mehr von seinem Stamm verstoßen oder geächtet wird, noch dass er verhungern muss.
Auch der Verlust des Partners führt heutzutage nicht mehr in die tödliche Ausweglosigkeit.
Anders zu beurteilen sind natürlich realen Phobien und Ängste wegen tatsächlicher Krankheiten oder anderer Problematiken.
Genau betrachtet ist jedoch jede Angst – natürlich mehr oder weniger gut maskiert – eine Todesangst.

Atmen und Bewegung

Ängstliche Menschen sind in sich verkrampft, haben die Arme eng am Körper angelegt, sind in sich zusammengezogen. Die Atmung ist eng und statisch. Stase wiederum erzeugt Sauerstoffmangel.
Was liegt also näher der Angst mit Atmen und Bewegung zu begegnen?
Viele Bewegung an frischer Luft und dabei ganz bewusst einzuatmen und auszuatmen.
Einatmen bedeutet Lebenskraft aufzunehmen.
Ausatmen bedeutet Reinigung von allem, was der Organismus nicht mehr braucht.

Meditation als Kraftquelle

Ein weiterer wichtiger Baustein, der Angst zu begegnen, stellt die Mediation dar.
Es gibt hier die unterschiedlichsten Formen und Praktiken. Jeder kann die für ihn geeignete Meditation wählen. Meditation bedarf ein wenig Übung und Geduld, vor allem mit sich selbst. Es muss nichts verglichen werden. Nichts wird erzwungen. Alles braucht seine Zeit.

„Ich könnte stattdessen Frieden sehen.“


Geistesfrieden ist eindeutig eine innere Angelegenheit. Es muss bei deinen eigenen Gedanken beginnen und sich nach außen aussehen. Dein Geistesfriede ist es, aus dem eine friedliche Wahrnehmung der Welt entsteht.
Aus „Ein Kurs in Wundern“ mit Interpretationen von Chuck Spezzano:

Inhalt des Artikels angelehnt an Nancy Naujocks, Artikel in der Sanum-Post, Nr. 72, Jahrgang 2005