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Tägliche Übungen zur Reflexion

Tägliche Übungen zur Reflexion des eigenen Lebens

Tägliche Übungen zur Reflexion

Es gibt die Welt im Außen und es gibt die Welt in uns. Die Unterscheidung zwischen den Dingen, die „wir bestimmen“ (die in unserer Macht liegen), und den Dingen, die „wir nicht bestimmen“.

Diese getrennte Wahrnehmung bildet den Grundsatz der Philosophie des Stoizismus.

Wir beherrschen viele Dinge, die wir im Leben anstreben nicht. Werden jedoch wütend, traurig, verletzt, verängstigt oder eifersüchtig, wenn wir sie nicht bekommen

Das einzige, was wir beherrschen sind unsere Emotionen, die Reaktionen.

Hierzu schreibt Epiktet folgende Gedanken:

„Die wesentlichen Aufgabe im Leben besteht darin, die Dinge zu erkennen und voneinander zu unterscheiden, um mir klarmachen zu können, über welche äußeren Umstände ich keine Macht habe, und welche von Entscheidungen abhängen, die in meiner Macht stehen. Wo finde ich dann das Gute oder Böse? Nicht in den Dingen, die nicht in meiner Macht stehen, sondern in mir selbst, in den Entscheidungen, die ich treffe …“ 

Epiktet, Lehrgespräche, 2.5.4-5

Das ist sicher ein Lebensthema, mit dem wir uns mehr oder weniger im Alltag beschäftigten. Um Ihnen ein paar praktische Übungen an die Hand zu geben, darüber nachzudenken, habe ich ein paar Fragen aufgeschrieben. Nehmen Sie sich Zeit, sie zu beantworten.

Vielleicht verwenden Sie diese Fragen jeweils, als Frage für den Tag. 

Ein kleiner Hinweis von mir: Sinnieren Sie über den Tag, in den Pausen des Tages über die Frage und schreiben Sie Ihre Gedanken auf.

Die erste Frage ist:

Welche Dinge stehen wirklich in meiner Macht?

Die Frage für den Folgetag lautet:

Wozu kann ich Nein sagen, damit ich Ja zu dem sagen kann, was zählt?

Natürlich können Sie sich mehr Zeit als einen Tag zum beantworten nehmen. Es handelt sich ja um eine Übung.

Die Fragen für den darauffolgenden Tag könnten diese sein.

Sehe ich klar? Handle ich großzügig? Akzeptiere ich das Unveränderliche?

Schreiben Sie Ihre Gedanken am Morgen auf und lesen Sie die Antworten am Abend durch. Würden Sie die Antworten noch immer so geben? Wenn nicht, streichen Sie die ersten Antworten durch und schreiben die Antworten vom Abend auf.

Am Folgetag wartet diese Frage auf Sie.

Wer bin ich und wofür stehe ich?

Und nun, am letzten Tag dieser Gesamtübung steht diese Frage.

Wie kann ich bei klarem Verstand bleiben?

Diese Fragen helfen zu erkennen, was in unserer Macht steht und was nicht. Der nächste Schritt besteht darin, unsere Energie auf die Dinge zu konzentrieren, über die wir entscheiden können. Das ist sicher eine komplexe Aufgabe.

Könnten Sie sich vorstellen, dass die Seele, wenn etwas gut ist, uns führt? Sie ist wie eine uneinnehmbare Festung, die jeder Prüfung und jeder Situation widersteht. Geschützt durch unsere Vernunft, ist der freie Wille (Prohairesis) wie ein heiliger Tempel und das Einzige, was wir wirklich im Leben besitzen.

Wir sind das Produkt unserer Entscheidungen, also ist es wichtig, dass wir uns gut und richtig entscheiden.

Darum prüfen und überdenken Sie die Entscheidungen die Sie treffen: die Gefühle, die Handlungen, die Überzeugungen und Prioritäten.

„Die Seele ist eine Sphäre, die sich selbst treu ist. Sie projiziert sich nicht auf irgendeine äußere Sache, noch fällt sie auf sich selbst zurück, sondern sie strahlt ein Licht aus, in dem sich die Wahrheit aller Dinge und die Wahrheit an sich zeigt.“

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen. 11.12

Herzlichst

Ihre Claudia Mächtle

Inspiriert durch: Der tägliche Stoiker, Ryan Holiday, Stephen Hanselman